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Seit über 35 Jahren setzt sich die AREV, die Versammlung der europäischen Weinbauregionen, für die Weinbauregionen und ihre Gebiete ein.

Seit dem 24. Juni 2022 hat die AREV ihren schärfsten Widerstand gegen den Entwurf der SUR-Verordnung zum Ausdruck gebracht. Diese Richtlinie zielte darauf ab, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln drastisch zu reduzieren, ohne die legitimen Anmerkungen der betroffenen Berufsgruppen zu berücksichtigen.  Die Kommission, die ausschließlich von einer Umweltagenda diktiert wurde und die wirtschaftlichen Realitäten, das Streben nach landwirtschaftlicher Souveränität und noch weniger die Realitäten des ländlichen Raums berücksichtigte, hielt trotz unserer Appelle an diesem Entwurf fest.  Ohne Rentabilität gibt es keine Nachhaltigkeit, weder sozial noch ökologisch und schon gar nicht die Souveränität.

Auch wenn die AREV immer eine Entwicklung hin zu einem grüneren Europa unterstützt hat, wollte sie nie, dass dieser Übergang auf Kosten der wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit unserer europäischen Winzer und Landwirte erfolgt, die die ländliche Entwicklung garantieren und sich um unsere Umwelt kümmern.

Trotz der zahlreichen Hinweise und Beobachtungen der AREV hat die Europäische Kommission weiterhin ausschließlich den Reden der Umweltschützer Gehör geschenkt und das wachsende Gefühl einer bevorstehenden Revolte auf dem Land gegen Entscheidungen ignoriert, die ohne jeden Bezug zur Realität vor Ort getroffen werden sollten.

Erst als die Traktoren in Brüssel einfuhren, wurde möglich, was gestern noch unmöglich war, d. h. dieser Vorschlag wurde mit einem Schlag aus dem Weg geräumt.  Es geht hier nicht um “symbolische Polarisierung”. Es geht um ungeeignete Regeln, diesen Regeln fehlte es an einer realen Umsetzung vor Ort, es fehlte an Instrumenten in ihrer Gesamtheit und es fehlte an Fristen für die Umsetzung.

Die AREV begrüßt die Entscheidung, die SUR-Richtlinie auszusetzen, die in ihrer derzeitigen Form für den Weinbau schädlich ist. Die AREV wird jedoch wachsam bleiben und die künftigen Vorschläge für eine neue Version der SUR-II-Richtlinie aufmerksam verfolgen.

Mit dieser Entscheidung begrüßt die AREV, dass am 25. Januar ein strategischer Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft eröffnet wurde. Die AREV fordert, dass dieser strategische Dialog keine Nebelwand ist, sondern eine Gelegenheit, die öffentliche Meinung für die Schwierigkeiten des europäischen Weinbaus zu sensibilisieren.

Auf diese Weise wird die AREV die Stimme der europäischen Weinbauregionen und ihrer Winzer hörbar machen.

 

 

Picture Credits: EP Plenary Session. 6 February 2024
Photographer: 
Frederic MARVAUX
© European Union 2024 – Source : EP