AREV begrüsst die von der Kommission angekündigten Maßnahmen, beachtet jedoch ihre Finanzierung und fordert mehr Mut

PRESSEMITTEILUNG

BRÜSSEL, 12. Mai 2020 – AREV stellt erfreut fest, dass die Kommission die meisten in ihrer Pressemitteilung vom 3. April 2020 geäußerten Anfragen aufgegriffen hat.

Die beantragten Maßnahmen sollten auf die Dringlichkeit der durch Covid-19 verursachten Situation reagieren.

Wir fragten:

  • Freizügigkeit der Arbeitnehmer;
  • die Erweiterung der Pflanzrechte im Jahr 2021;
  • subventionierte Destillation;
  • Neustart der Weinindustrie (Förderung des Weins, Befreiung vom Fernabsatz an Einzelpersonen, Unterstützung bei der Umstrukturierung von Weinbergen, verstärkte Unterstützung bei der Förderung unserer Weine).

AREV fordert, dass diese Krisenmanagement- und Sektorwiederherstellungsmaßnahmen in den Haushalt 2020 aufgenommen werden, aber auch in die Maßnahmen zur Verwaltung des Währungsfonds (MFR), die am 13. Mai 2020 vorgestellt werden.

In der Tat haben viele dieser Maßnahmen noch keine Finanzierung gefunden und bleiben daher unwirksam oder hängen vom Willen der Mitgliedstaaten und ihren Fähigkeiten ab, nationale Mittel für ihren Weinsektor zu mobilisieren. Ohne einen europaweiten Plan und die damit verbundene Finanzierung wird der Ausweg aus der Krise länger und chaotischer sein.

Außerdem fördert und unterstützt AREV das Europäische Parlament bei seiner Forderung nach einer Verbesserung des mehrjährigen Finanzrahmens (MFR). AREV teilt auch seinen starken Widerstand von ComAgri gegen eine Kürzung des GAP-Haushalts im völligen Widerspruch zur aktuellen Situation.

Aus diesem Grund fordert AREV die Europäische Kommission dringend auf, ab dem 13. Mai einen überarbeiteten MFR vorzulegen, der insbesondere einen Plan zur Wiederbelebung der Wirtschaft im Allgemeinen und des regionalen europäischen Weinsektors im Besonderen enthält.

Im Rahmen der künftigen GAP und der europäischen Kohäsionspolitik möchten die europäischen Weinregionen die Bedeutung von Investitionen und Innovationen hervorheben, die als einzige in der Lage sind, die Ziele von Wirtschaft und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Zur Veranschaulichung erinnert AREV (vgl. AREV CP vom 11. Dezember 2019) an die Notwendigkeit, Precision Farming und digitale Technologie in den Strategien der Kommission zu verankern.

AREV plädiert auch für eine starke und dynamische Förderung unserer europäischen Weinregionen sowohl im Binnenmarkt (Weintourismus, geografische Angaben usw.) als auch für den Export.

In völliger Ablehnung der sich abzeichnenden Degrowth-Politik erwartet AREV von der Kommission mutige Vorschläge zur Konsolidierung und Förderung eines der großen Vermögenswerte der Europäischen Union, das ihrer europäischen Weinregionen.

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